LGBT und Paganimus

    • LGBT und Paganimus

      Merry meet ihr lieben Hexen, Magier, Schamanen, Druiden und Eleven der Alten Pfade )o(

      ja ich möchte hier gerne einen Thread aufmachen zu diesem Thema LGBT und Paganismus. Aber erstmal ein paar Hintergrundinfos ;)

      LGBT ist die Abkürzung für Lesbien, Gay, Bisexual and transggender people, eine Organisation die sich international bewegt und sich für die Rechte und/oder Einführung der Gleichstellung der gleichgeschlechtlichen Liebe/Partnerschaft einsetzen. Entstanden ist diese Organisation mitt der 60-er Jahre, manche vermuten in der 68-er Bewegung aber wie gesagt das ist ne Vermutung als die Liebe offen wurde und auch gleich Liebe erwieder wurde und geöffnet wurde. Sowohl in der Gesellschaft als auch im Heidentum war das erstmal ein Schock gewesen.

      Das Heidentum ,mit all seinen Pfaden verhielt sich lange Zeit sehr hart und auch intolerant gegenüber LGBT. In ihren Augen waren diese Menschen von der Göttin bzw. von den Alten Göttern verflucht worden, als Strafe das sie kein eigenes Leben erzeugen können. Doch trotzdem gab es Menschen die sich sehr einsetzten innerhalb der Organisationen für die Recht der LGBT. Da war unter anderem Doreen Valienten, die besonders im Wicca mit der " Charge of the goddess" erwiederte : " Alle Akte der Liebe und Freude sind meine Rituale..." oder " ....und ihr sollt euch lieben in meinem Namen...". Doch trotz der harten Wiederstände gab es auch Traditionen die sich offen oder sogar nur für diese Gruppe entwickelten wie etwa die Feritradition, die allen sexuellen Orientierungen offen stehen , der Dianic Witchcraft,gegründet von Z.Budapest und eine magische Richtung ist für Lesben. Dann kam Lady Rhea und Edmund Buczynski die beide Begründer der Minoan Brotherhood bzw. Sisterhood, einer wiccaorientierten magischen Richtung für Lesben, Schwule und Bisexuelle Menschen oder auch Pelenzik mit seinem Buch Gay Witchcraft, als Vorreiter für LGBT solitary Witchcraft.

      Doch warum nun dieser Thread ???
      Aufmerksam wurde ich durch folgenden Blockeintrag diekunstderweisen.wordpress.co…-inklusiv-ist-dein-coven/

      Ja wie sehe ich das Thema, also Wicca ist in der letzten Zeit sehr inklusiv geworden bzw das Paganismus, weil sich doch immer mehr Menschen offen zeigen und auch ihre Liebe zu einander bekunden. Innerhalb der Rituale gibt es kaum noch die starre Handlung sondern vielmehr eine offene und magische Solitary, wo alle Personen sich aufgehoben fühlen. Sicherlich wenn ich als Person an einem Ritual einer Gruppe oder Coven teilnehmen darf dann muss ich auch damit rechnen das diese sich auch an Traditionen halten oder ähnliches. Mir gehts hier erstmal um die Ritualhandlung als solches besonders im Wicca den Großen Ritus. Im Buch Gay Witchcraft als auch im genannten Buch des Blog findet man Anregungen für eine Abwandlung, was gerade sehr gut beim oraganisieren von offenen Ritaulen mit LGBT.

      Ja wie seht ihr das Thema? Ist es ein wichtiges Thema bzw ein noch präsentes oder doch eher was langsam zurück geht?

      Blessed be
      Evi )o(
      "Du weißt wahrscheinlich schon viel mehr über Wicca als du denkst. Einfach deshalb, weil Wicca keine Raketenwissenschaft ist sondern mit dem Leben zu tun hat. Die Mysterien von Wicca sind die Mysterien des Lebens; von Werden und Vergehen, Wachsen, Gedeihen, Tod, Liebe und dem Zauber, der der Welt innewohnt. Um an diesen Mysterien teilzuhaben muss man nicht initiiert sein. Aber es kann helfen." Chris Frey )o(
    • Hallo Evi
      Es wäre nur zu schön wen dieses Thema nicht mehr präsent wäre. Doch leider ist dem nicht so. Ich bin nicht bewandert in den Rituale von Wicca. Trotzdem finde ich diese Intoleranz des Heidentums einigermaßen irritierend. Sie erinnert mich sehr an jene der fundamental Gläubigen Christen.
      Jeder soll doch so leben und lieben wie er/sie möchte. Ich bin Hetero (müsste vielleicht sogar Asexuell sagen), habe aber liebe Freunde bzw. Freundinnen die Homosexuell sind und sich erst sehr spät geoutet haben.
      Für mich spielt das keine Rolle. Als Mensch sind sie immer noch die gleichen.
      So finde ich auch, das die sexuelle Ausrichtung egal sein sollte. Oder wenn ich mich als Frau dazu entscheide keine Kinder zu bekommen, wäre ich ja auch ungeeignet.
      Grüessli
      Cat
      One Cat is better than None
      Two Cats are better than One ....
    • Hallo!

      Also ich würde es auch besser finden, wenn es kein Thema mehr wäre.
      Für mich ( Hetero )zählt der Mensch so wie er ist, ich werde bestimmt nicht damit
      anfangen die Menschen nach ihren Sexualvorlieben zu beurteilen. NeNe....
      Jeder so wie er mag.

      Liebe Grüße
      Cara Mel
    • hallo zusammen :)
      Was eine LGBT - gerechte Abwandlung der Wicca Rituale betrifft, kann ich schlecht mitdiskutieren, ich frage mich, wie viele von uns würde das denn betreffen? ?(
      Ob das Thema grundsätzlich immer noch wichtig ist? In manchen Ländern dieser Welt ganz bestimmt, aber hier?.. ich (offen lesbisch, 40+) würde das nicht behaupteten. Weder ich, noch meine Partnerin werden irgendwie ungleich behandelt oder schief angeguckt. Aber vielleicht wagt es einfach keiner :D
      Liebe Grüsse
      Keila
      Reality - it's just an opinion, one I happen to disagree with.
    • Hi Evi,

      ja, da sprichst du was an.
      Was Inklusion von LGBT in Wicca-Kreisen angeht, steht es echt nicht so toll. Ich denke, dass es heutzutage viel besser steht als noch in den 70ern und dass wenige Wiccas ein Problem mit LGBTQ+ haben. Allerdings ändert das nichts daran, dass Standard-Wicca nun mal heterosexueller Duotheismus ist und sich das auch durch allerlei Traditionen zieht.
      Wer initiiert wen? Frau von Mann, Mann von Frau. Wie ist die ideale Aufteilung der Mitglieder? Sechs Männer und sechs Frauen. Wie lautet der Höhepunkt des Rituals? Vereinigung von Mann und Frau in Symbolform.
      Das ist total befremdlich für jemanden, der sich in irgendeiner Form asl LGBTQ+ identifiziert. Noch merkwürdiger wird's, wenn man asexuell ist.

      Deshalb fand ich die Herangehensweise der Feri-Tradition immer sehr ansprechend.
      Dort gibt es eine zentrale Gottheit - die Sternengöttin - die androgyn und allumfassend ist. Sie erschuf aus sich selbst einen Liebhaber, aus dem ein Zwillingspaar entstand. Dieses göttliche Zwillingspaar kann aus zwei Frauen, Männern oder aus einem Mann und einer Frau bestehen. Sie können Liebhaber, Freunde, Rivalen, Geschwister und alles mögliche sein und sich auf alle möglichen Arten und Weisen lieben (und auch hassen). Werden sie eins, erschaffen sie den Pfauengott, der sowohl weibliche als auch männliche Züge trägt.
      Das schöne an dieser Mythologie ist, dass die höchste Gottheit - die Sternengöttin - geschlechtslos und nahezu unbeschrieben ist. Erst durch die göttlichen Zwillinge kommt Dualität in die Welt1: Licht & Dunkelheit, richtig & falsch, Himmel & Erde, Mann & Frau. Aber es ist auch immer klar, dass jede Dualität in der Ur-Dunkelheit der Sternengöttin ihr Ende findet.
      Für mich ist dieser Mythos eine wirklich schöne Alternative zum konservativen Wicca-Mythos.

      Liebe Grüße,
      Ravenna


      _________________________________
      1: Wer richtig fit in der Wicca-Mythologie, wird hier seine Einwände haben. Es gibt nämlich auch im Wicca eine Figur, die - ähnlich wie die Sternengöttin - alles erschaffen haben soll: Dryghten (ae. "Der Herr"), "der erste Bewegende", "die erste Ursache" oder "der Eine". Im Unterschied zur Sternengöttin heißt es von Dryghten, dass man ihn nicht anbeten solle und dass es auch unmöglich sei, ihn kennen zu lernen, da man ihn niemals erkennen könne. Manche Wiccas erkennen Dryghten nicht einmal an. Letztendlich nehmen Gott und Göttin also doch die oberste Stelle im Wicca ein.
      Be still and listen. Enchantment… is my name. Hear my voice in the storm, the sea, the soil. Reach out,embrace me, and I will speak.
    • Dia dhaoibh,

      Ich bin sehr für die Gleichberechtigung (nicht Gleichbehandlung) aller Menschen, unabhängig ihrer Orientierung (sexuell oder anderweitig). Aber ich hätte n bissel was zu sagen:

      1) Unter den vielen Hexen, Druiden, Schamanen, Wicca und sonstigen spirituellen Menschen die ich kenne, bin ich keinem begegnet, der irgendwie jemanden aufgrund seiner sexuellen Orientierung ausgeschlossen hätte. Vielmehr sehe ich sehr viel Offenheit. Ich kann also nicht nachvollziehen, wovon ihr sprecht, wenn ihr von einer Unterdrückung, oder fehlenden Inklusion redet, denn alles was ich bisher erlebt hab, war das, was ich mir von allen Menschen wünsche: Eine Behandlung der Leute entsprechend ihrer Worte und Taten, nicht ihrer Präferenzen.
      Mag sein, dass ich einfach Glück hab mit den Leuten, die ich kenne. Aber wenn ich so ein Bild erlebe bin ich skeptisch ob einer angeblichen generellen Unterdrückung, wie sie aus euren Formulierungen teilweise hervorzugehen scheint (Zitiere: "diese Intoleranz des Heidentums")

      2) @Ravenna: Die von dir angesprochene Initiationsreihenfolge ist eben abhängig von der Tradition. Manche regeln es sehr starr (Gardner zum Beispiel), andere sind da freigiebiger. Mein Gedanke ist allerdings: Wenn einem die Tradition befremdlich vorkommt, sollte man sich nicht in ihr initiieren lassen, egal von wem. Es ist ja nicht so, dass man unbedingt eine braucht und dann damit klarkommen muss. Genug Leute sind ohne glücklich, einfach weil keine zu ihnen passt. So gehts mir auch, und das hat sicher nichts mit der Initiation zu tun (auch wenn ichs tatsächlich eher gewohnt bin, dass so was von Mann zu Mann weitergegeben wird bzw. von Frau zu Frau (analog zu Vater -> Sohn bzw. Mutter -> Tochter))

      3) Wir sind - so unschön es uns auch manchmal erscheint - geprägt durch unsere Gesellschaft. Es braucht einen enormen bewussten Aufwand, aus dieser Prägung zu entweichen. Dementsprechend ist es kaum verwunderlich, dass in den anfänglichen Zeiten des modernen Heidentums das klassische gesellschaftliche Bild von Mann und Frau die Vormachtsstellung hatte. Ändert sich die Gesellschaft, ändert sich auch das. Vergesst bitte nicht, dass der Großteil von Europa und den USA, also die Bereiche in denen das Neuheidentum tatsächlich Fuß fasst, stark christlich geprägt sind, und dementsprechend auch unsere gesellschaftlichen Normen aus jener Tradition entspringen. Auch das in Referenz auf deinen Satz, @Cat.

      4) @Evi: Bitte informier dich über Dianic Wicca, bevor du so etwas schreibst. Es ist keine Tradition für Lesben, sondern eine, in der die weiblichen Gottheiten den zentralen Aspekt darstellen. Dass mitunter über diese feminine Seite viele homo- und bisexuelle Frauen dort untergekommen sind, liegt hauptsächlich darin, dass die anderen Traditionen nicht zu ihnen passten.
      Ums anders zu sagen: Nur weil viele Dianic Wicca lesbisch sind heißt das noch lange nicht, dass Dianic Wicca für Lesben gegründet wurde oder dass es gar Anforderung wäre.

      Gruß
      Dullahan
      In Light, there is Shadow,
      In Death, new Life grows.
      In Unity both thrive;
      This every witch knows.
    • Dullahan schrieb:

      2) @Ravenna: Die von dir angesprochene Initiationsreihenfolge ist eben abhängig von der Tradition. Manche regeln es sehr starr (Gardner zum Beispiel), andere sind da freigiebiger. Mein Gedanke ist allerdings: Wenn einem die Tradition befremdlich vorkommt, sollte man sich nicht in ihr initiieren lassen, egal von wem. Es ist ja nicht so, dass man unbedingt eine braucht und dann damit klarkommen muss. Genug Leute sind ohne glücklich, einfach weil keine zu ihnen passt.

      Hi Dulla,

      ich stimme dir vollkommen zu.
      Mit Standard-Wicca meinte ich streng ausgeübtes Gardnerisches Wicca (das hätte ich vielleicht dazuschreiben sollen). Bei Alexandrians weiß ich leider nicht, wie streng die es mit den Geschlechtern nehmen.


      Zum Thema Inklusion generell:
      Ich glaube, mit der fehlenden Inklusion war weniger ein aktiver Ausschluss gemeint als die Tatsache, dass sich LGBTQ+ tendenziell eher schwer in der Aufteilung Mann-Frau im Wicca wiederfinden können.
      Ob und wie weit Wicca und wicca-basierte Hexenströmungen mit Inklusion gehen sollten, ist... ein superumstrittener Punkt. Einerseits möchte man es allen irgendwie Recht machen; andererseits ist Wicca und moderne Hexerei halt keine Religion oder spirituelle Praxis für jedermann. Sie soll ja gar nicht jeden abholen. Hexerei ist bis heute ein Nischenprodukt.
      Wo also anfangen und wo aufhören?

      Mein magisches Umfeld ist - was ich bis jetzt sehen konnte - ausnahmslos offen für sämtliche sexuelle Orientierungen.
      Ich wüsste aber nicht, ob sie ihre Wicca-Rituale speziell für LGBTQ+-Covenmitglieder abändern würden.

      Liebe Grüße,
      Ravenna
      Be still and listen. Enchantment… is my name. Hear my voice in the storm, the sea, the soil. Reach out,embrace me, and I will speak.
    • Merry meet ihr Lieben )o(

      so...kurz was zum erläutern zu dem Thread. Mich hat Gutschi angeschrieben und sagte das ihr euch sorgt ob ich irgendwie angemacht worden bin/wäre... Das finde ich erstmal voll lieb von euch das ihr euch Sorgen macht. Aber Nein ist nicht das ich irgendwie angemacht worden wäre ;)
      Ne..eigentlich wollte ich erstmal wieder ne neues Thema hier posten und zum anderen finde ich dieses Thema, im Bezug auf den Blog mal interessant drüber nachzudenken wie steht man persönlich zu dem Thema! Wäre es ein Problem jetzt seinen gewohnten Ritualbalauf zu ändern für eine Person aus der gleichgeschlechtlichen Liebe? Darum ging es mir nur, sowie auch was es auch für eine Welle geschlagen hat innerhalb des Heidentums.

      @Cat, Geheime Magie, Ravenna und Cara Mel: Ich steh da zu 100% auf eurer Seite mit der Aussage das es eigentlich heute im Jahr 2018 kein Thema mehr seien sollte. Aber leider ist es noch ;(

      @Dullahan: Punkt 4. Stimmt voll und ganz, leider ist es bis heute nicht möglich oder schwer möglich sich zu LGBT oder Neuheidentum zu bestehen ohne mit sozailen oder gesellschaftlichen Konsequenzen zu leben. Weiterhin sry wenn das über Dianic Witchcraft so rüber kam wie über einen Kamm scheren. Die Infos die ich habe sind halt alle sehr feministisch-lesbisch sowie muss man auch schauen welche Dianic Wicca man meint, weil die andere Form akzeptiert den Gehörnten Gott und lässt Männer zu, bei der anderen leider nicht.

      Trotzdem finde ich es schön eure Meinungen und Gedanken zu diesem Thema zu lesen. Hmm...abschließend sag ich mal nur Obama`s tolle Worte : " Anywere love want to love"
      Daher alles gut bei mir und hoffentlich auch bei euch :)

      Blessed be
      Lasst es euch gut gehn
      Evi :kndl: :kndl:
      "Du weißt wahrscheinlich schon viel mehr über Wicca als du denkst. Einfach deshalb, weil Wicca keine Raketenwissenschaft ist sondern mit dem Leben zu tun hat. Die Mysterien von Wicca sind die Mysterien des Lebens; von Werden und Vergehen, Wachsen, Gedeihen, Tod, Liebe und dem Zauber, der der Welt innewohnt. Um an diesen Mysterien teilzuhaben muss man nicht initiiert sein. Aber es kann helfen." Chris Frey )o(
    • Salve Evi,

      Mutter_Evi schrieb:

      Wäre es ein Problem jetzt seinen gewohnten Ritualbalauf zu ändern für eine Person aus der gleichgeschlechtlichen Liebe? Darum ging es mir nur, sowie auch was es auch für eine Welle geschlagen hat innerhalb des Heidentums.
      Wenn das deine Frage ist, ist es für mich einfach zu beantworten:
      Ich hätte kein Problem ein Ritual zu schreiben, damit sich auch homosexuelle Menschen damit wohl fühlen. Das liegt allerdings vornehmlich daran, dass ich keiner festen Tradition folge. Wäre dies anders, hätte ich durchaus Bedenken, das Ritual zu verändern und weiterhin zu behaupten, es sei Teil dieser Tradition.

      Ich hab auch noch keinen Christen erlebt, der mit Öl getauft wurde, weil er wasserscheu ist. Könnte mir allerdings vorstellen, dass jemand eine Abspaltung der christlichen Kirche macht, die das Wasser bei der Taufe weglässt, weil sie es für unnötig halten oder für gemein den Babys gegenüber oder ähnliches.

      Gruß
      Dullahan
      In Light, there is Shadow,
      In Death, new Life grows.
      In Unity both thrive;
      This every witch knows.
    • Mutter_Evi schrieb:

      Das Heidentum ,mit all seinen Pfaden verhielt sich lange Zeit sehr hart und auch intolerant gegenüber LGBT. In ihren Augen waren diese Menschen von der Göttin bzw. von den Alten Göttern verflucht worden, als Strafe das sie kein eigenes Leben erzeugen können. Doch trotzdem gab es Menschen die sich sehr einsetzten innerhalb der Organisationen für die Recht der LGBT. Da war unter anderem Doreen Valienten, die besonders im Wicca mit der " Charge of the goddess" erwiederte : " Alle Akte der Liebe und Freude sind meine Rituale..." oder " ....und ihr sollt euch lieben in meinem Namen...". Doch trotz der harten Wiederstände gab es auch Traditionen die sich offen oder sogar nur für diese Gruppe entwickelten wie etwa die Feritradition, die allen sexuellen Orientierungen offen stehen , der Dianic Witchcraft,gegründet von Z.Budapest und eine magische Richtung ist für Lesben. Dann kam Lady Rhea und Edmund Buczynski die beide Begründer der Minoan Brotherhood bzw. Sisterhood, einer wiccaorientierten magischen Richtung für Lesben, Schwule und Bisexuelle Menschen oder auch Pelenzik mit seinem Buch Gay Witchcraft, als Vorreiter für LGBT solitary Witchcraft.

      Ja wie sehe ich das Thema, also Wicca ist in der letzten Zeit sehr inklusiv geworden bzw das Paganismus, weil sich doch immer mehr Menschen offen zeigen und auch ihre Liebe zu einander bekunden. Innerhalb der Rituale gibt es kaum noch die starre Handlung sondern vielmehr eine offene und magische Solitary, wo alle Personen sich aufgehoben fühlen. Sicherlich wenn ich als Person an einem Ritual einer Gruppe oder Coven teilnehmen darf dann muss ich auch damit rechnen das diese sich auch an Traditionen halten oder ähnliches. Mir gehts hier erstmal um die Ritualhandlung als solches besonders im Wicca den Großen Ritus. Im Buch Gay Witchcraft als auch im genannten Buch des Blog findet man Anregungen für eine Abwandlung, was gerade sehr gut beim oraganisieren von offenen Ritaulen mit LGBT.

      Ja wie seht ihr das Thema? Ist es ein wichtiges Thema bzw ein noch präsentes oder doch eher was langsam zurück geht?

      Blessed be
      Evi )o(

      Hallo,

      ich mag gern auch noch etwas dazu schreiben.

      @Evi; Doreen Valientes Charge soll eine Erwiderung auf intolerante Menschen bzgl Sexualität gewesen sein? Ich glaube nicht.
      Du schreibst auch: "also Wicca ist in der letzten Zeit sehr inklusiv geworden...." , meist Du damit die Richtung/ Entwicklung "inklusives Wicca" ?

      Und Du schreibst: "Mir gehts hier erstmal um die Ritualhandlung als solches besonders im Wicca den Großen Ritus."
      und "Wäre es ein Problem jetzt seinen gewohnten Ritualbalauf zu ändern für eine Person aus der gleichgeschlechtlichen Liebe? Darum ging es mir nur, "

      ich seh das so: eine schöpferische Energie wird aus der Spannung zwischen zwei Polaritäten/ Aspekten/ Kehrseiten der selben Medaille - bezogen um das Leben zu feiern oder um die Energie zu nutzen.
      Klassischer Weise drückt sich das im Wicca durch Weiblich/ Männlich, Göttin/Gott aus.
      Zu Deiner Frage: Wäre es ein Problem seinen Ritualablauf zu ändern? Ich weiss nicht wo das Problem ist. Jeder passt sein Ritual so an wie es passt und funktioniert.
      Wenn es nun unbedingt zu Wicca sein muss: die Gruppen oder Einzelpersonen in Netzwerken sind autark und finden ihre eigenen Formen die für sie passen. Niemand ist da irgend jemand Rechenschaft schuldig oder muss irgendwelchen Erwartungen gerecht werden. Manche passen ihre Rituale an, wenn es gerade dienlich ist, andere sind da etwas konservativer, die halt nicht.
      Es gibt auch Menschen die sich genau aus diesem Grund Wicca erst gar nicht anschließen oder andere schlagen für sich einfach eine neue Richtung/ Entwicklung ein.

      Aus meiner Sicht ist klar, dass Liebe als Spannungsfeld zwischen zwei Polaritäten ausreicht, um das umzusetzen, was Wicca da zeremoniell feiern will.
      Völlig egal welches Geschlecht oder Wesen (so nennen sich die Menschen die sich nicht zuordnen)
      Ausserdem ist es ja so, dass im Wicca die Invokation einer Gottheit zentraler Bestandteil ist. Erst recht beim Großen Ritus - sonst ists ja keiner.
      Dabei wird früher oder später jedem klar, dass menschliche zugeordnete Charaktereigenschaften wirklich nur menschlich sind. Pan ist kein Mann oder Gott mit menschlich männlichen Attributen. Er ist ein Teil des Geistes allen Lebens. Wir haben diesem Geist einen Namen und Charaktereigenschaften zugeordnet. Es kommt was man ruft und auch wenn es konservative Wicca nicht tun, es ist kein Problem, den Gott in eine Frau zu rufen oder die Göttin in einen Mann. Auf was es ankommt ist die Liebe zum Gegenüber.


      Ravenna schrieb:

      Was Inklusion von LGBT in Wicca-Kreisen angeht, steht es echt nicht so toll. Ich denke, dass es heutzutage viel besser steht als noch in den 70ern und dass wenige Wiccas ein Problem mit LGBTQ+ haben. Allerdings ändert das nichts daran, dass Standard-Wicca nun mal heterosexueller Duotheismus ist und sich das auch durch allerlei Traditionen zieht.
      Wer initiiert wen? Frau von Mann, Mann von Frau. Wie ist die ideale Aufteilung der Mitglieder? Sechs Männer und sechs Frauen. Wie lautet der Höhepunkt des Rituals? Vereinigung von Mann und Frau in Symbolform.
      Das ist total befremdlich für jemanden, der sich in irgendeiner Form asl LGBTQ+ identifiziert. Noch merkwürdiger wird's, wenn man asexuell ist.

      Hast Du direkten Einblick in die Wicca Szene? Weil Du schreibst "steht es echt nicht so toll".
      Aber ich gebe Dir recht, dass es konservative Wicca gibt und das die Form dualistisch ist, wodurch einige Menschen gar nicht erst diesen Weg gehen, oder einfach neue Wege beschreiten.
      Gleichzeitig gibt es Menschen, die für sich Dinge einfach anpassen. Übrigend: sechs Männer und sechs Frauen, hab noch nie gehört, das dies irgendwo jemals so umgesetzt wurde.

      Du sprichst auch den "konservativen Wicca-Mythos" bzw. Schöpfungsmythos an. Soweit ich weiss: gibt es den nicht.
      Es gibt dazu einige Auffassungen, wie das mit der Sternengöttin, was Du so schön beschrieben hast.
      Dryghten hast Du erwähnt und beschrieben, ist so in etwa mit Kether vergleichbar und Chockmah und Binah mit Gott und Göttin. Wenn man das so sehen will.
      Einige benutzen den Segen des Dryghten, weil er einfach schön ist.
      Innerhalb von Wicca gibt es Leute die sind Pantheisten, Animisten, Duotheisten oder Polytheisten. Gleichzeitig ist das gar kein Problem.
      (... wenn da nicht immer die Forderung von Nicht-Wicca käme, sich genau zu definieren und zu erklären, incl. der unausweichlichen Kritik)

      Ich kann natürlich nur für mich sprechen (Wicca sind in der Regel alle sehr individuell - wie alle Menschen) aber meine Frau meinte neulich mal, wenn das was wir machen noch Wicca ist (weil viel verwoben mit schamanischen und oder tantrischen Elementen), dann ist es "konsensuelles Wicca", weil wir uns immer nach den Bedüfnissen und Möglichkeiten aller Beteiligten im Kreis ausrichten.
      Dabei erübrigt sich die Frage nach Geschlecht.

      Mein Dank noch mal an Dullahan, Du hast mir aus der Seele gesprochen/geschrieben.

      Liebe Grüße
      Satyr
    • Hi Satyr,

      Hast Du direkten Einblick in die Wicca Szene? Weil Du schreibst "steht es echt nicht so toll".
      Ich befürchte, da habe ich mich verschrieben. Was ich meinte, ist, dass es, was die Anpassung von Wicca-Ritualen an die Bedürfnisse von LGBTQ+ angeht, bis heute noch schwierig ist. Die Toleranz von Wiccas und anderen Hexen ist, denke ich, sogar ziemlich groß. Ich habe selten so viel LGBTQ+ kennen gelernt wie in Hexenkreisen! :D

      Übrigend: sechs Männer und sechs Frauen, hab noch nie gehört, das dies irgendwo jemals so umgesetzt wurde.
      Tja, was die Umsetzung angeht, habe ich da auch keinen Einblick. Der Coven, den ich kenne, ist ziemlich entspannt, von daher...

      Einige benutzen den Segen des Dryghten, weil er einfach schön ist.
      Yup, das ist er! :3

      Innerhalb von Wicca gibt es Leute die sind Pantheisten, Animisten, Duotheisten oder Polytheisten. Gleichzeitig ist das gar kein Problem.
      (... wenn da nicht immer die Forderung von Nicht-Wicca käme, sich genau zu definieren und zu erklären, incl. der unausweichlichen Kritik)
      Ja, das finde ich auch gerade das Schöne dran.
      Wobei ich die Forderung nach mehr Definition verstehen kann. Es wird mit der Zeit super nervig, aber ich kann's echt verstehen.
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    • Hallo Ravenna,
      Danke für Deine Antwort.


      Was ich meinte, ist, dass es, was die Anpassung von Wicca-Ritualen an die Bedürfnisse von LGBTQ+ angeht, bis heute noch schwierig ist.


      ja, die Anpassung des Grundrituals ist, wenn man sich überregional trifft eher schwierig. Wegen dem kleinsten gemeinsamen Nenner, den alle kennen und der ist, wie Du schreibst Duotheistisch.
      Was jene, für die es ein Thema ist, nicht davon abhält, eine individuelle zeremonielle Form zu finden, die den eigenen Bedürfnissen entspricht. Im eigenen Kreis oder für sich.
      Und wir reden ja hier nur vom zeremoniellen Rahmen (abgesehen vom großen Ritus, den Evi ansprach und auf den ich aus meiner Sicht schon eingegangen bin).
      Das eigentliche Ritual, im Hauptteil, das wird ja eh jedesmal neu kreiert und den Bedürfnissen der Beteiligten angepasst.

      Freut mich dass Du einen Coven kennst, der "entspannt" ist.
      Klingt sympatisch :)

      Viele Grüße
      Satyr
    • Morgen ihr Lieben :)

      Erstmal hast du Recht, ich meinte hier erstmal den Großen Ritus im abwandel barer Form im Bezug auf die LGBT-Szene. Zum anderen ging ich hier auf die Richtung Inklusives Wicca und das Buch " All Acts of Love and Pleasure: Inclusive Wicca" von Yvonne Aburrow ein. Was ich im übrigen ein sehr gutes und interessantes Buch finde ( bin nur noch am überlegen ob ich es mir kaufe ;) ). Aber egal ......

      Die Aussage aus der Charge of the goddess, welcher auch der Titel des Buches ist wird sehr gerne im Bezug auf LGBT und Heidentum genommen, nicht nur in dem Buch sondern auch im Buch " Gay Witchcraft" oder "Progressive Witchcraft".

      Blessed be
      Evi
      "Du weißt wahrscheinlich schon viel mehr über Wicca als du denkst. Einfach deshalb, weil Wicca keine Raketenwissenschaft ist sondern mit dem Leben zu tun hat. Die Mysterien von Wicca sind die Mysterien des Lebens; von Werden und Vergehen, Wachsen, Gedeihen, Tod, Liebe und dem Zauber, der der Welt innewohnt. Um an diesen Mysterien teilzuhaben muss man nicht initiiert sein. Aber es kann helfen." Chris Frey )o(
    • Mutter_Evi schrieb:


      Die Aussage aus der Charge of the goddess, welcher auch der Titel des Buches ist wird sehr gerne im Bezug auf LGBT und Heidentum genommen, nicht nur in dem Buch sondern auch im Buch " Gay Witchcraft" oder "Progressive Witchcraft".


      Hi,

      kannst Du mir mal sagen, wo das in "Progressive Witchcraft" steht? Ich kenne das Buch und ich mag es, aber ich kann mich daran weder erinnern, noch finde ich es wenn ich durchblättere.

      Wie auch immer, der Chargetext spricht für sich und wer etwas damit anfangen kann, für den erschließt sich auch die Antwort auf eine Frage wie Du sie hier gestellt hast.
      Aber Du wolltest ja unsere Meinungen;
      Liebe, Sexualität und auch Spiritualität (+ Religion) sind für mich sehr private und intime Dinge. Geht erst mal keinen was an und ich möchte das so leben wie ich es halt erfahren will. Wer sollte sagen dass man etwas nicht anpassen darf? Wer sollte da Rechenschaft verlangen? Und: es hat ja auch keinen zu interessieren wie wo wer welche Erfahrung macht. Ausser man möchte sich auf einer Platform wie dieser hier darüber austauschen.

      Mutter_Evi schrieb:

      ich meinte hier erstmal den Großen Ritus im abwandel barer Form im Bezug auf die LGBT-Szene.

      Mutter_Evi schrieb:

      Wäre es ein Problem jetzt seinen gewohnten Ritualbalauf zu ändern für eine Person aus der gleichgeschlechtlichen Liebe?


      Ich sage: kein Problem!
      Aber ich weiss nicht ob es für Dich ein Problem wäre, eine ritualisierte Form, die Du vielleicht schon lange machst, so abzuwandeln, dass es für Dich noch funktioniert.
      Finde es heraus. Da es Dir um den großen Ritus geht, invoziere eine/Deine Gottheit oder lass sie von Deinem Gegenüber invozieren und umgedreht, bis ihr erfüllt von der jeweiligen Energie seid und die Gottheiten anfangen, Euch zu übernehmen.
      Fangt an das Leben zu feiern und Du wirst sehen was passiert und ob es funktioniert. :D

      BB
      Satyr
    • Hi .....

      hmmm Satyr ich versteh vollkommen was du sagst bzw ausdrücken willst. Ich bin ehrlich für mich ist bzw wäre es auch kein Problem, meinen "normalen " Ritus abzuwandeln. Bin ehrlich bin auch schon am basteln und überlegen über die Formulierung dazu aber noch fühlt sich das noch nicht stimming an...aber kommt Zeit kommt Rat ;)

      Wie ich oben schon geschrieben habe und es ja hier steht ging es mir erstmal nur um eure Meinungen /Ansichten und ggf. Erfahrungen. Wegen Progressive Witchcraft schau ich rein, nicht das ich das verwechselt habe was durch aus passieren kann :P

      Ok habt alle ne schönes WE
      Evi )o(
      "Du weißt wahrscheinlich schon viel mehr über Wicca als du denkst. Einfach deshalb, weil Wicca keine Raketenwissenschaft ist sondern mit dem Leben zu tun hat. Die Mysterien von Wicca sind die Mysterien des Lebens; von Werden und Vergehen, Wachsen, Gedeihen, Tod, Liebe und dem Zauber, der der Welt innewohnt. Um an diesen Mysterien teilzuhaben muss man nicht initiiert sein. Aber es kann helfen." Chris Frey )o(